Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum )

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum )

Liebe Heilpflanzenfreunde,

lasst uns doch gemeinsam die letzten wärmenden Herbstsonnenstrahlen genießen und folgt mir in die Gärten um die hinreißende gelb-orange Kapuzinerkresse näher kennen zu lernen.

Kapuzinerkresse

Aus Mittel und Nordamerika fand sie schon im 16.Jahrhundert zu uns und wurde damals auch „Blutblume aus Peru“genannt.Man findet die Kapuzinerkresse in der Natur bei uns nur selten,und dann in verwilderter Form,dafür aber fast in jedem Garten und in vielen Balkonkästen.Dies ist auch überaus ratsam,haben wir dadurch doch die Möglichkeit unser Antibiotika frisch vor der eigenen Tür zu pflücken.Die hübsche Kapuzinerkresse mit ihren leuchtend gelb-orange-roten Blüten und ihren dekorativen Lotus-artigen Blättern gehört zu den einjährigen Pflanzen und sät sich fast immer wieder von alleine weiter aus.Von Mai an bis tief in den Herbst erfreut sie uns mit ihrer üppigen Pracht,wobei sie die Sonne liebt,aber auch gerne an schattigen Plätzchen wie vor allem unter Obstbäumen verweilt.Alle Teile dieser Heilpflanze sind essbar und lecker,sei es die hübschen Blüten,die etwas pfeffrigeren Blätter oder aber auch ihre frischen Samenkapseln.

Inhaltsstoffe:

Benzylsenföle

Flavonoide

Carotinoide (Blüten)

Polyphenole

Erucasäure (Samen)

viel Vitamin C

Mineralien

Spurenelemente

 

Wirkungsweise:

Blutreinigend, antibakteriell,Pilztötend, zur Abwehrsteigerung!

Anregung des Magen-Darm Traktes,Schleimlösend.

Was man bei dem leicht pfeffrigen Duft der Kapuzinerkresse schon erahnen kann,ist der hohe Gehalt an Senfölglykosiden in ihren Blättern.Durch ein Zerreiben,Kauen oder Rupfen der Blätter  entsteht dann eine Reaktion mit der Myrosinase und wir können die leicht scharfen Senföle gut heraus schmecken.Diese gesunden Inhaltsstoffe sind ein ganz natürliches,pflanzliches Antibiotikum welches Bakterienwachstum hemmt,Viren unterdrückt und sogar Pilzwachstum verhindert!Außerdem hilft uns die Kapuzinerkresse durch eine leichte Anregung der Nierentätigkeit Bakterien und Keime aus unserem Körper zu leiten.Unsere Immunabwehr wird gesteigert und sie wirkt zudem schleimlösend!

Wissen sollte man dazu noch,dass die Kapuzinerkresse nicht in großen Mengen frisch gegessen werden sollte,da sie auf Grund ihrer sehr wirksamen Inhaltsstoffe sonst unsere Magenschleimhaut reizen könnte! Auch eine gewisse Alkoholintoleranz wird ihr zugesprochen,nach ihrem Verzehr!Aber ansonsten kann man sie in allen möglichen Speisen frisch gehackt hinzu geben und genießen!

Die Kapuzinerkresse ist nicht mit unseren einheimischen Kressen verwandt,wie man beim Namen denken könnte und das „Kapuziner“ wurde ihr angedichtet,weil es eine gewisse Ähnlichkeit mit den Kutten der Mönche haben solle,so sagt man.

Wir können unsere Kapuzinerkresse frisch über viele Monate hinweg direkt aus dem Garten ernten und sollten dies auch nutzen,denn als Tee überbrüht oder getrocknet verlieren die wertvollen Inhaltsstoffe deutlich an Wirksamkeit.Wer doch etwas natürliches Antibiotikum übers Jahr hindurch bewahren möchte,kann die Kapuzinerkresse mit Essig ansetzen und diesen dann großzügig verwenden.Sehr lecker und herrlich gesund!Natürlich kann man auch ein prima Pesto aus Blättern und Blüten herstellen!Kapuzinerkresse zu Kräuterbutter verarbeiten und für den Winter in Eiswürfelportionen einfrieren!Kapuzinerkresse-Samenkapseln als Kapern eingelegt! Probiert euch einfach aus und freut euch an eurer Kreativität!

Mein Kapuzineressig für diesen Winter

 Soo lecker und gesund!

Antibiotika

aus der Natur!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber nun genug der Informationen,gehen wir lieber raus und erfahren es selbst! Genießen wir doch die herrlichen Farben und Geschenke die uns Mutter Natur diesen Herbst noch für uns bereit hält!

Ich wünsche euch wie immer:  viel Freude beim suchen     und    finden!

Liebe Grüße eure Bernadett

 

Grüße aus meinem Garten
Das Eisenkraut (Verbena officinalis)

Das Eisenkraut (Verbena officinalis)

Liebe Heilpflanzenfreunde,im Monat der üppigen Fülle der Blumenblüten,der reichen Gartenernte und dem betörenden Duft vieler unserer einheimischen Heilkräuter,möchte ich euch einladen eine doch eher unscheinbare aber durchaus kraftvolle Heilpflanze mit mir zu besuchen.Das Eisenkraut.

 

Diese eher unauffällige ,buschartige Pflanze hat vor Jahrhunderten schon Ihren Weg aus Südeuropa in unsere Gefilde gefunden und fühlt sich auf unseren trockenen Brachflächen,an Schutthalden,Wegrändern und sogar in den Gärten pudelwohl.Sie liebt es eher trocken,passt sich jedoch in fast jeden Standort ein.Gefällt ihr ein Plätzchen,erreicht sie bis eine Höhe von fast einem Meter und erfreut uns in den Sommermonaten mit ihren kleinen lila Blütchen.Unser einheimisches Eisenkraut gehört zu der Familie der Verbenacea und wird gerne durch den Namensstamm mit der wohlriechenden und wohlschmeckenden Zitronenverbene verwechselt(im Handel)

Zitronenverbene welche jedoch zur Familie der Aloysia gehört.

 

Was mich persönlich an unserem einheimischen Eisenkraut so fasziniert ist die Überraschung die wir erfahren wenn wir ihr begegnen.Lockt sie unser Auge doch mit ihren zarten blaulila Blütchen (so wie ein kleines „Rührmichnichtan“mit blauen Rehaugen) so probiert doch mal ein Zweigchen von der Heilpflanze zu ernten.Da kommt sie dann als die starke,wiederborstige und fast zähe Verbene daher.Mit ihren über einen halben Meter langen Wurzeln hält sie sich kraftvoll in der Erde fest und strotzt Wind und Wetter.Schon im Altertum hat man aus dem Eisenkraut kleine „Kräuterbesen“gebunden und mit ihnen Altäre,Kraftorte oder heilige Stätten ausgefegt und somit böse Geister und Dämonen,schlechte Schwingungen und anderes Übel verbannt.Noch Fragen?Bekommt ihr ein Gespür davon was ich meine? Aber es kommt ja noch doller! Das Eisenkraut war DAS Wundkraut für alle Verletzungen die durch eine Klinge,Schwert,Lanze,Säbel oder Dolch aus Eisen(Stahl im weitesten Sinne) entstanden sind!Diese sollten durch das Auflegen des Heilkrautes geheilt werden.Da diese Angriffe Gott sei Dank doch heutzutage eher selten vorkommen,möchte ich euch gerne die heutigen Anwendungsbereiche des Heilkrautes näher bringen.Bedingt durch ihre Inhaltsstoffe wie zB Glykoside(Verbenalin), Gerbstoffe,Bitter-u.Schleimstoffe,Kieselsäure,ätherische Öle,Phytosterine uvm ist sie natürlich auch heute noch ein gutes Wundheilungsmittel. Wirkungsweise:Sie ist entzündungshemmend,schleimlösend,auswurffördernd und krampflösend,wobei sie auf unseren Verdauungstrakt allgemein stärkend wirkt.In neuerer Zeit kommt sie jedoch auch immer mehr zur Behandlung bei nervösen Angstzuständen,Unruhe,Stressintoleranz und Stimmungsschwankungen ins Gespräch.Ein Inhaltsstoff des Eisenkrautes,das Iridoidglykosid Verbinin wirkt direkt auf unsere Neurotransmitter (GABA-Rezeptoren)und sorgt so für eine angstlösende und beruhigende Wirkung auf unser Nervensystem.Kurz gesagt,es sorgt dann eher für Nerven wie Drahtseile(womit sich der Kreis zu früher wieder schließt,lach).

Wenn ihr euch also unsicher,unruhig bis nervös und ängstlich fühlt,probiert es doch einfach mal mit einem Eisenkraut-Tee!Ich möchte euch dieses Mal eigentlich gar nicht viele Rezepturen oder Anleitungen geben,sondern einfach nur den Vorschlag:probiert es aus und spürt selbst hinein!Nehmt ein paar blühende Spitzen und Blättchen des Eisenkrauts,vielleicht auch noch ein paar Blüten des lichtbringenden Johanniskrautes dazu,oder wer möchte ein paar Rosmarinnadeln(bringt Standfestigkeit und Rückgrat auf seelischer Ebene),überbrüht diese mit kochendem Wasser und lasst es mindestens 10 Minuten abgedeckt ziehen.Die Heilpflanze muss genug Zeit bekommen ihre festen Bestandteile ins Wasser abzugeben!Danach abseihen und lauwarm genießen.Könnt ihr auch prima kalt für unterwegs mitnehmen! Natürlich kann man auch mit Eisenkraut eine Tinktur herstellen,in altbewährter Manier(Siehe meine anderen Heilpflanzentinktur Anleitungen)Heute wollte ich euch nicht mit theoretischem Wissen überhäufen,sondern einfach mal versuchen einen etwas anderen Blickwinkel auf unsere Heilkräuter zu geben.

Vielleicht wenn ihr demnächst über die Felder und Wiesen streicht und dem Eisenkraut begegnet,könnt ihr euch erinnern und einfühlen in die unbändige Kraft dieses kleinen hübschen Heilkrautes Eisenkraut.

Ich wünsche euch:      viel Freude beim   suchen  und   finden!        Liebe Grüße eure Bernadett.

Ps: Meine Eisenkräuter im Garten stützen mittlerweile die vielen bunten Zierkürbisse und ihre Ausläufer,so dienen sie nicht nur Bienen und Insekten mit ihren himmlischen Blüten,sondern bieten Halt für die Fülle des Sommers.

 

Liebe Grüße auch von meinen Malven!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ringelblume (Calendula officinalis)

Die Ringelblume (Calendula officinalis)

Juhu und ein fröhliches Hallo ihr lieben Heilpflanzenfreunde!

Sie blüht endlich wieder in unseren Gärten,die herzallerliebste,sonnige und bildhübsche Ringelblume!Eine Freude nicht nur für unsere Augen sondern auch eine unserer kräftigsten Heilpflanzen,wenn auch seltenst in ihrer Urform in unseren Breiten wild zu finden,so aber bestimmt in fast jedem Garten angesiedelt!

Ein gar hübsches und fröhliches Mädel,unsere Ringelblume.Sammelt die uns doch zu ihrer Blütezeit von Juni bis spät in den Herbst die Sonnenstrahlen ein und zaubert mit ihren wunderschönen satten gelb bis tief orangeroten Blüten liebevolle Farbakzente in das üppige Grün unserer Gärten.Sie ist schon eine ganz Besondere,wirkt einfach und bodenständig,stellt nicht viele Ansprüche,ist wohlriechend ohne aufdringlich zu duften und reiht sich gerne mitten zwischen den Wildkräutern und Gemüsen ein.Doch in ihrer Heilwirkung ist sie fast unübertroffen und nur mit ihrer Schwester, der Arnica, zu vergleichen,höchstens!Eine der wenigen Heilpflanzen die auch unter ihrem lateinischen Namen landläufig bekannt sind..die Calendula.Wer hat nicht schon mal gehört: mach Calendula-Salbe drauf wenn er eine Wunde hat? Jeder Supermarkt hat inzwischen irgendein Calendulasalbenprodukt im Angebot.Doch was macht sie so beliebt? Schauen wir mal etwas genauer:

Inhaltsstoffe:

Bitterstoffe

Carotinoide

Flavonoide

Saponine

ätherische Öle

Triterpene

Sterine (östrogenartige)

Wirkungsweise:

wundheilungsfördernd

abschwellend

antibakteriell

pilzhemmend

virenhemmend

granulationsfördernd

lokal durchblutungsfördernd

schmerzlindernd

krampflindernd

entspannend

harntreibend

verdauungsfördernd

schweißtreibend

und noch vieles mehr!

Ihr merkt also schon,es gibt sehr sehr viele Anwendungsmöglichkeiten!Es ist einfach seit Urzeiten eine bewährte Heilpflanze fürs Volk,unkompliziert anwendbar,leicht verfügbar und nicht zu verwechseln.Keine Nebenwirkungen außer evtl Hautirritationen bei Menschen mit Korbblütlerallergie!! Auch sollte die Ringelblume während einer bestehenden Schwangerschaft nicht innerlich angewendet werden!!Also lieber keinen Calendula-Tee ,Tinktur oder ähnliches trinken!

 

 

 

Calendula ist DAS Heilmittel für schlecht heilende Wunden aller Art!Sie hilft bei schmutzigen Abschürfungen die Wunde zu reinigen,verhindert die Vermehrung von Bakterien,Viren oder Pilzen,hilft dem entzündeten Gewebe wieder abzuschwellen,lindert Schmerzen,hilft neue gesunde Zellen wieder herzustellen und die Wunde abheilen zu lassen!Sogar bei Verbrennungen,Verbrühungen,Blasen,Ausschlag,Hautgeschwüren oder nach Strahlenbelastung hilft sie Leiden zu lindern und Heilung in Gang zu setzen und das sehr zuverlässig und wirksam!Dabei wirkt sie allgemein sanfter als ihre große Schwester Arnica,ohne an Wirksamkeit zu verlieren.Während man Arnicatinktur stets genau verdünnt anwenden sollte,kann Calendula direkt auf eine Wunde gebracht werden,also zB die Blüten direkt auf eine „offene Stelle“ legen in Form einer Wundkompresse.

Innerlich eingenommen,in Form eines Ringelbumen Tees oder Tropfen einer Ringelblumen Tinktur hilft sie uns bei Verdauungsbeschwerden in dem sie Brechreiz lindert,Magen- und Gallensaftproduktion harmonisiert,den Verdauungsapparat stärkt und anregt und auch krampflösend wirkt.

Bei Spannungskopfschmerzen,Nervosität und Schwächegefühl bringt sie uns Ruhe und Entspannung.

Bei Frauenleiden wirkt die Ringelblume harmonisierend durch ihr Phyto-Östrogen auf unseren Hormonhaushalt und wirkt als sanftes Regulans,sei es nun bei krampfartigen Menstruationsschmerzen oder prämenstruellem Syndrom,sogar im Klimakterium hilft sie unterstützend Beschwerden lindernd.Nur wie bereits erwähnt während einer Schwangerschaft ist die Ringelblume zu vermeiden,da eine Förderung von Wehentätigkeit möglich sein könnte!Mädels seid bitte vorsichtig!Danach könnt ihr sie dann gerne wieder benutzen,wenn es darum geht schmerzende Brustwarzen vom Stillen zu behandeln oder ähnliches!Da ist die Calendula eine wahre Wohltat und steht euch gerne wieder zur Verfügung.

Eins noch,die Ringelblume ist und war auch immer schon im Gespräch wenn es um das Thema Hautkrebs geht.Ursächlich wahrscheinlich weil sie eine positive Auswirkung auch auf Narbenbehandlungen,Geschwüren und Hautwucherungen hat.Mir ist das Thema Kanzerosen jedoch zu wichtig und heikel um irgendwelche Aussagen zu machen.Ich finde dafür gibt es Fachleute an die man sich explizit wenden kann.

Ringelblumen Tee:

Für einen Ringelblumen Tee sammelt ihr am besten eine Hand voll frischer Ringelblumenblüten und zupft euch dann die gelborangen Blütenblättchen ab,übergießt die Blüten mit 250ml kochendem Wasser und lasst ihn 10 Minuten abgedeckt ziehen.Abseihen und genießen!

Ringelblumen Tinktur:

Einfach und schnell zubereitet und ihr habt immer einen Vorrat zu Hause als Notfallapotheke!

Nehmt euch ein Schraubglas und befüllt dies mindestens halbvoll mit Ringelblumenblüten. Ein paar Blumenkelche,Blättchen und Stengel dürfen meiner Meinung nach auch dabei sein.Dann drückt ihr alles etwas an und übergießt die Heilpflanzen mit Hochprozentigem (Korn oder ähnlichem).Alle Pflanzenanteile müssen gut bedeckt sein!Glas verschließen und mindestens 14 Tage ,gerne bis 4 Wochen in der Sonne stehen lassen.Danach durch ein feines Sieb in eine dunkle Flasche abgießen und kühler stellen.

Diese Tinktur könnt ihr dann für eine innere Anwendung in Form von Tropfen einnehmen,oder auch als Grundlage für einen Umschlag äußerlich.

Ringelblumen-Öl:

Genauso einfach und schnell hergestellt.Ein Schraubglas befüllen mit frischen Ringelblumenblüten und dann etwas andrücken.Mit einem guten kaltgepressten Olivenöl Heilpflanzen übergießen und darauf achten das alle Pflanzenanteile gut bedeckt sind!(sonst evtl. Schimmelbildung eher möglich!) Kräuteröl mindestens 4 Wochen in der Sonne „gedeihen“ lassen,dabei gerne mal vorsichtig schütteln.Anschließend durch ein Sieb abgießen und in eine dunkele Flasche umfüllen.Kühl stellen. Ringelblumenöl kann direkt auf die Haut oder Wunde aufgetragen werden.Der Vorzug dieses Öles ist,das alles kalt ausgezogen wird,in aller Ruhe ziehen kann und somit keine Wirkstoffe durch ein Erhitzen verloren gehen.

Ringelblumen Salbe:

Meine bevorzugte Variante der Salbenherstellung ist ganz einfach und schonend,ohne viel Zutaten.

Man nimmt dazu einfach etwa 300g Vaseline(Melkfett) aus der Apotheke oder Kokosfett und erwärmt es ganz vorsichtig,sodass es gerade mal etwas flüssig wird.Dann gibt man c.a 80g frische Ringelblumenblüten dazu und lässt es abkühlen,am besten 2 bis 3 Tage abgedeckt richtig durchziehen lassen!Danach wieder etwas leicht erwärmen damit die Masse durch ein feines Sieb abfiltriert werden kann.In das noch warme Kräuterfett ungefähr 30g Bienenwachs schmelzen lassen.Am besten sofort nach dem Abkühlen in mehrere kleine Salbentiegel verteilen um eine größtmögliche Haltbarkeit und Hygiene zu erreichen.

Früher hat man Calendulasalben auf Schweinefettbasis hergestellt,geht natürlich heute auch noch,wer es mag.

Ringelblumen in der Küche:

Ringelblumenblütenblätterbutter…..mmmh ,nicht nur ein Augenschmaus!

Ringelblumenbüten schonend im Schatten trocknen um einen Vorrat für eure eigene Hausteemischung zu haben.Die einzelnen „Blütenfäden“machen sich einfach toll wenn man im Winter bibbernd vor dem Kamin sitzt.Sie bringen uns ein bisschen Sonnenspeicher zurück!

Die farbenfrohe Ringelblume kann überall dort verwendet werden,wo es goldgelb werden soll,sprich z.B als Safran-Ersatz. Ringelblumenblütenblätter färben einen Reis,Couscous und anderes appetitlich gelb.Sogar für Pasta- und Kuchenteig sind sie ein kleiner Trick,alles noch ein bisschen „güldener“zu zaubern.Natürlich nicht weiter verraten!Schon ein Vorteil wenn man hier bis zum Ende tapfer mit liest,lach!

Für alle Rezepte gilt: wenn ihr gerne eure persönliche Duftnote einbringen möchtet ,dann könnt ihr das gerne probieren mit Lavendel,Melissen ,Rosenblüten oder wonach euch einfach die Nase steht!

Die Ringelblume,für mich ist sie wie ein Mädel vom Dorf.Beständig,immer da und alle kennen sie.Ein fester Bestandteil des Ortsbildes,keine Skandalgeschichten um sie herum,treu und verlässlich.Hübsch anzusehen und freundlich zu allen in der Gemeinschaft.Meist erkennt man nicht die ganze Tiefe und Genialität auf Anhieb, sondern es erschließt sich einem nach und nach.Versteht ihr was ich meine? Nehmt euch einfach mal die Zeit mit eurer Ringelblume und fühlt,schmeckt und schaut genauer hin!

Viel Freude      beim suchen und finden ! LG eure Bernadett

PS.Wenn euch meine Beiträge gefallen,tragt und teilt sie weiter Anderen mit!Was man kennt,schützt man und davon haben wir dann schließlich ALLE etwas.Danke.

Meine Ringelblumen im Garten

 

 

Das Hirtentäschel (Capsella Bursa Pastoris)

Das Hirtentäschel (Capsella Bursa Pastoris)

Liebe Heilpflanzenfreunde,

heute mal wieder ein kleiner Ausflug auf die Wiesen gefällig?Au ja,kommt doch einfach mit und Augen auf,denn unserer heutige Schönheit kommt erstmal recht unscheinbar daher,doch lasst euch nicht täuschen,in Wahrheit ist sie eine Wucht,unser Hirtentäschel!

Hirtentäschel

Sie gehört zu der Familie der Kreuzblütengewächse und sucht sich meist magere Böden oder Nischen aus,wächst auch locker mal zwischen Wegplatten hoch,liebt jedoch auch nährstoffreiche Böden oder verteilt sich wie bei mir lustig durch den Garten.Im Frühjahr erscheinen zuerst ähnlich wie beim Löwenzahn ihre Blattrosetten,bevor sie dann ihre bis zu 50 cm langen Stengel empor reckt,an denen ihre schmukken und leckeren fast herzförmigen Früchte (Täschel) auf Ministielchen wachsen.Später bilden sich dann auch noch ihre vielzähligen weißen Blütchen aus.Alle ihre Pflanzenanteile sind essbar,sowohl vor wie nach der Blüte.

Blattrosette

Manche Wildkräuterfans lieben ihre zarten Blätter als Rucolaersatz und kreieren wundervolles Pesto mit ihr!Mein Favorit sind jedoch ihre herzigen Täschlein,die knackig fruchtig an den Geschmack junger Markerbsen erinnern.Später im Jahr und etwas angetrocknet entwickeln sie dann einen eher pfeffrigen Geschmack und können prima in Kräutersalz gemischt werden.Probiert es einfach mal aus und entscheidet selbst.Vielleicht ja auch ein paar Hirtentäschel zu Walderdbeeren und mit Thaibasilikum verfeinert?Mmhhh lecker und sooo gesund!

Ok bevor mir jetzt wieder das Wasser im Munde läuft verrate ich euch noch etwas zu ihren Inhaltsstoffen: da wäre zuerst einmal sehr viel Vitamin C,Kalium,ätherische Öle,Acethylcholin,Gerbstoffe,Flavonoide und Peptide mit blutstillender Wirkung. Der Name der Pflanze ist ursprünglich entstanden,so sagt man,weil die Form der Früchte den Taschen der Hirten ähnelt.Andere meinen jedoch,die Hirten waren eine der ersten,die das Pflänzchen sammelten um bei verletzten Schafen blutende Wunden oder nässende Hautabschürfungen zu behandeln.Wie dem auch sei,unser Hirtentäschel ist auf jeden Fall eine kleine Notfallapotheke aus Mutter Natur. Wirkungsweise: zuerst einmal natürlich blutstillend und leicht entzündungshemmend! Praktisch: man kann die Heilpflanze direkt unterwegs auf eine blutende Wunde legen! Hirtentäschel wirkt harmonisierend und ausgleichend vor allem auf unseren Blutdruck.Bei einem leichten Bluthochdruck wirkt sie somit etwas senkend,während bei einem niedrigen Blutdruck,dieser angeregt wird.Ebenso ausgleichend wirkt sie bei Menstruationsbeschwerden (ähnlich der Schafgarbe!): bei zu starken krampfhaften und schmerzhaften Blutungen hilft sie zu lindern.Blutungen die nicht richtig in Gang kommen wollen,hilft sie anregend und fördernd.Darum sollte Hirtentäschel nicht in der Schwangerschaft angewendet werden!Erst wenn es zur Geburt kommt,kann Hirtentäschel mild wehenfördernd unterstützend angewendet werden! Unser Hirtentäschel wirkt auf die Gebärmuttergefäße,wie aber auch auf die feinen Magen und Nierengefäße zusammenziehend!Ebenso stärkt es unseren Verdauungstrakt und fördert anregend die Verdaungsabläufe,was wiederum eine positive Wirkung auf die Ausscheidung und Abtransport von Ablagerungen und Giftstoffen hat,also im weitesten Sinne auch blutreinigend.

Hättet ihr das vermutet,welche Heilkraft in diesem kleinen herzigen Kräutlein schlummert?

Deswegen lasst einfach ein paar dieser wertvollen Heilpflanzen in eurer Umgebung wachsen und gedeihen!So habt ihr immer einen frischen Vorrat in Reichweite zum direkt Verzehr oder Anwendung griffbereit.

Hirtentäschel in fröhlicher Gesellschaft mit Margeriten mitten in meinem Garten.

Möchtet ihr euch einen kleinen Vorrat anlegen,dann könnt ihr unser Hirtentäschel mit Wurzeln vorsichtig ausgraben und Kopfüber im Schatten trocknen lassen.Wer mag, anschließend in dunklen Gläsern oder Papiertüten aufbewahren,ansonsten einfach dekorativ hängen lassen und bei Bedarf etwas abzupfen.Natürlich kann man auch das Hirtentäschel zu einer Tinktur verarbeiten.

Hirtentäschel Tinktur:

sammelt ein Schraubglas voll Hirtentäschelpflanzen (Blätter,Stengel,Blüten und Früchte),zerkleinert diese und gebt sie in das Glas.Mit Doppelkorn oder ähnlich hochprozentigem übergießen und Glas mit Tinkturansatz verschlossen für ca.4 bis 6 Wochen in der Sonne ziehen lassen.Danach abseihen und dunkel lagern.

Hirtentäschel Tee

2 Tl Hirtentäschelkraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen,10 Minuten abgedeckt ziehen lassen,abseihen und danach lauwarm trinken.

So ihr lieben,konnte ich eure Neugierde wecken?

Dann wünsche ich euch viel Freude beim suchen und finden!  LG eure Bernadett

 

Mein naturnaher Garten entsteht Beikräuter wellcome!

Mein naturnaher Garten entsteht Beikräuter wellcome!

Ihr lieben Heilpflanzenfreunde,Lust auf einen kleinen Ausflug in meinen Garten?

Ja,nun ist es endlich soweit,ich habe wieder ein kleines Stückchen Erde für mich bekommen.Ein unberührtes Fleckchen Natur in der ich meiner Passion nachgehen kann,dem werkeln mit und zwischen den Pflanzen.Ganze 4 Jahre hat meine Suche nach einem Gartengrundstück nun gedauert.Wir wohnen zwar sehr idyllisch mitten in der Natur,umgeben von Brachflächen und Wiesen,jedoch ein kleines Stückchen Land zu bekommen ist hier gar nicht so einfach.Die meisten Bauern haben alles verpachtet und fühlen sich wie beschnitten wenn sie etwas veräußern sollten.Doch ich habe so ein Glück mitfühlende Freunde zu haben!Tatjana und Ludi haben mir von ihrem unbeschreiblich schönen Anwesen,ein kleines Stückchen Land zum Wirken gegeben.Zwar sah es am Anfang noch etwas wild aus,der alte Schweineauslauf,aber vor meinem inneren Auge wuchsen schon die ersten Blumen,Kräuter und Gemüse heran,die Insekten summten und schwirrten und der Wind trug den Duft der Blumen zu mir heran.

Ihr könnt es doch auch schon sehen,oder?

Ich war soooo glücklich und frohen Herzens(bin ich immer noch!!),also nichts wie erstmal nach Hause und einen kleinen Anbauplan erstellen.Das schöne Gelände kurz noch vermessen und dann ab ans planen!

 

Dann konnte ich endlich loslegen!Erstmal die Brennensseln und Brombeerhecken etwas zügeln und die umgeknickten ,abgestorbenen alten Weiden sägen und aus dem Gelände entfernen.

Wie habe ich mich gefreut als ich tatkräftige Unterstützung bekam! Bernd kam mit seiner Motorsäge und Gerli schwitzte mit mir beim Bäume weg tragen!Nic kam vorbei mit einer mega Fräse und binnen 3 Stunden sah alles schon ganz anders aus!

Ganz einfach war es für mich nicht so viel Hilfe anzunehmen,lach.

aber man lernt ja immer noch dazu!

Danke euch von ganzem Herzen,auch Mignon für die tatkräftige Hilfe!(Wollte leider nicht auf´s Bild!)

 

 

 

 

Dann zogen nach und nach die ersten Kräuter und Gemüsepflanzen ein.Mein Saatgut kommt von Dreschflegel,einem Biosaatgutversand den ich guten Gewissens weiter empfehlen kann!https://www.dreschflegel-saatgut.de/

Aber wenn es gerade am schönsten ist,und man so voller Tatendrang am Wirken ist,kommt doch manchmal so ein kleiner Schalk daher und lernt einem wieder Demut und Geduld!Zwinker.4 Wochen Auszeit!


Doch irgendwann spielte auch das Wetter wieder mit und es konnte weiter gehen.Endlich wieder in der Erde wühlen,die Sonne genießen,dem Zwitschern der Vögel lauschen,Käfer beobachten,die ersten Schmetterlinge begrüßen…herrlich!Die Seele atmet auf,versunken im Garten sitzen und ein Teil des großen Ganzen sein dürfen,was will man mehr?Was gibt es schöneres?

Inzwischen besuche ich wieder fast jeden Tag meinen naturnahen Garten und freue mich über all die Dinge die es zu lernen und zu entdecken gibt.Das heranwachsen zu sehen der Gemüsepflanzen,die prächtig gedeihen unter der Obhut ihrer Geschwister,den Beikräutern(Unkraut gibt es nicht in meinem Garten) Die ersten Pionierpflanzen machen sich breit und zeigen mir die Qualität und Beschaffenheit des Bodens an(Strahlenlose Kamille,Spitzwegerich,Vogelmieren. uvm.)Die Marienkäferlarven bilden lustige Gesellschaften und besiedeln die blühenden Puffbohnen welche sich ansonsten den Blattläusen und ihren Melkerinnen(Ameisen) ergeben müssten.Die kleinen fleißigen Ameisen tragen meine Blumensamen umher und tragen sie zu Stellen an denen sie sie schöner finden.Man kann einfach nur staunen und so vergeht die Zeit ganz unbemerkt,während ich manchmal nur da sitze,wie ein kleines Mädchen in ihrem Sandkasten und mein Glück inmitten dieser wunderbaren Natur genieße.

 

Es fühlt sich so stimmig für mich an, alles mit allen Sinnen zu erfassen und nur gelegentlich behutsam einzuwirken wenn sich mal wieder die Brennesseln ihr Fleckchen Erde zurück erobern möchten und meinen jungen Salatpflänzchen den Platz streitig machen wollen,oder die Brombeerranken meinen den kleinen Pak Choi beschatten zu müssen.Dann kann es sein,das ich mal ein wenig den Kleinen zur Seite stehe und regulierend eingreife,aber ansonsten freue ich mich einfach nur welche Vielfalt entsteht und wie gut sich alle miteinander harmonisch entfalten.Das Stroh bedeckt die noch kahlen Erdstellen und hält die jungen Tomaten,Gurken und Kürbispflanzen gut feucht.Der Heilziest welcher überall wieder fröhlich zurück findet,lenkt die Insekten ein wenig von den frisch ausgesähten Kräutlein ab.Die vielen Steine die ich aus dem Grundstück gesammelt habe,zieren nun wie kleine Kreise die frisch gepflanzten Blumen und geben ihre gespeicherte Sonnenwärme des Nachts wieder ab.Die vielen kleinen Walderbeeren bieten verstreut im Garten immer wieder eine leckere Belohnung zur Stärkung zwischendurch.Die ersten Radieschen locken mit ihrem zarten Rot und erstaunen dann mit ihrer erstaunlichen Schärfe meinen Gaumen. Dazu ein wenig frisch gepflückte Miere und der Vitaminschub bringt mich wieder auf die Beine.

Salate,Rotkohl,Weißkohl,Beikräuter

 

Puffbohnen,Kartoffeln,Kürbispflänzchen woher auch immer,Beikräuter

 

Kohlrabi,Radieschen,Möhren,Asiasalatund Beikräuter

 

Zucchini,Spitzwegerich und andere Beikräuter

Mit diesem kleinen Ausflug und den Bildern aus meinem Garten möchte ich euch einfach auch Danke sagen für eure Geduld und Treue auch wenn ich im Moment etwas seltener zu den Heilpflanzen blogge! Es geht wieder weiter,und wahrscheinlich mit den ersten Ringelblumen aus meinem Garten!Ihr dürft also gespannt sein!

Hier findet ihr mich also momentan: Das Zuhause von meinem Garten  http://www.gruenerbaum-simonswald.de/

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und bis bald! Eure Bernadett

Danke von Herzen an all die lieben Menschen die mich unterstützt haben und sich mit mir erfreuen können.

 

Der Ehrenpreis (Veronica officinalis)

Der Ehrenpreis (Veronica officinalis)

Liebe Heilpflanzenfreunde,

heute blicken wir mal wieder in die niedrigeren Gefilde und müssen uns etwas bücken um sie zu entdecken,die kleine feine Heilpflanze Ehrenpreis. Dafür werden wir dann belohnt mit dem Anblick ihrer lieblichen blauen Blüten.

Ich kann mich noch genau erinnern wie ich sie als Kind immer für meine Wildblumensträuße gesammelt habe und dann hüpfend und springend ,stolz wie Oskar zuhause ohne ihre liebreizenden Blütenblättchen ankam.Irgendwie haben sie mein Gehüpfe nie überlebt,oder lag etwa an meinem Gesang?Naja,egal sind halt auf jeden Fall etwas sensibel diese Pflänzchen.Dabei hießen sie im Altertum auch gerne landläufig Allerweltsheil,wohl weil man schon frühzeitig erkannte wie vielseitig diese Heilpflanze doch ist. Veronica findet ihr fast auf jeder Wiese schon im Frühjahr (Veronika der Lenz ist da!) und sie bleibt bis weit in den September an unserer Seite.Ihr entdeckt sie aber auch auf Brachflächen oder auf brandgerodeten Flächen als eine der ersten Wiederbesiedler. Auch an lichten Waldrändern,und dort meist bei den Eichen,aber auch unter anderen Laubbäumen begegnet sie euch dann als der Wald-Ehrenpreis.Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten und Blütenformen.Gerne könnt ihr euch mal einen Überblick bei Frau Google verschaffen,es lohnt sich wirklich!

Veronika ist wie gesagt eine ganz Zarte und man traut ihr auf den ersten Blick ihre Heilkräfte nicht zu,aber trau schau wem,stille Wasser sind tief !

Zu ihren Inhaltsstoffen gehören nämlich einige Gerbstoffe,Bitterstoffe,Flavonoide,Harze, ätherische Öle,Saponine,Kaffeesäureverbindungen,Milchsäure und einiges mehr.Daher ist sie auch so vielseitig anwendbar.

Ehrenpreis wirkt auf die Haut beruhigend wenn man von einer allergischen Hauterkrankung,einer leichten Verbrennung oder anderen Hautirritationen beeinträchtigt wurde.Auch bei der sogenannten“Altershaut“ kann ein Tee aus der Heilpflanze lindernd wirken.Generell wirkt Ehrenpreis blutreinigend!

Auf die oberen Atemwege wirkt ein Auszug mit Ehrenpreis schleimlösend,weshalb er gerne als ein Bestandteil einer Hustenteemischung beigefügt wird.Noch dazu wirkt er leicht schweißtreibend und harntreibend,was bei einer bestehenden Erkältung nur vorteilhaft sein kann.

Auf die inneren Organe hat der Ehrenpreis eine kräftigende Wirkung,d.h er tonisiert unseren Magen und Darm, treibt unsere Nieren etwas an,regt unsere Leber an und bei Magen-Darmverstimmungen lindert er die Beschwerden.Außerdem soll er Appetitanregend sein,wobei er durch anregen der Stoffwechselfunktion ja eher für einen erhöhten Grundumsatz sorgt.Mich würde es jedenfalls nicht wundern wenn irgendwann irgendwer Ehrenpreis als Abnehmmittelchen vermarkten würde.. Doch davon sind wir hoffentlich weit entfernt. Genießen wir doch lieber im Stillen und zupfen uns ab und zu ein paar Blüten und Blättchen für unseren Hausgebrauch.

Schmückend und gesund im Wildkräutersalat, würzend als Bestandteil im hausgemachten gesunden Kräutersalz, aufgebrüht als Tee z.B bei Erkältungen,oder als Abkochung für Hautumschläge. Veronica für alle,lach.Ich würde euch jedoch empfehlen den Ehrenpreis als Beigabe zu verwenden,den er ist doch ziemlich bitter! Wenn ihr also einen Tee für eine innere Anwendung zubereiten wollt,dann würde ich ihn nicht als Einzelmittel verwenden,sondern in eine Teemischung geben.

Zur Hustenlinderung empfiehlt sich dann am besten noch ein Teil Thymian,Schlüsselblume oder Königskerze hinzu zu geben.

Ehrenpreis-Tee

Man sammelt sich am besten frisch eine Hand voll Blüten und Blätter,ruhig auch mit Stängeln und rupft diese dann etwas klein.Ehrenpreis mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen.Diese Menge reicht dann für c.a 1 Liter Teemischung die ihr über den Tag verteilt trinken könnt.

Bei einer Abkochung gegen Juckreiz für eine äußerliche Anwendung könnt ihr Veronica natürlich als Einzelmittel verwenden.

So ihr Lieben,das war also ein kleiner Einblick in die Vielzahl der Möglichkeiten zur Verwendung des Ehrenpreis!Vielleicht erinnert ihr euch beim nächsten Spaziergang durch die blühenden Wiesen an das kleine feine und wunderhübsche Veronica,das voller Energie auf euch wartet um mit seinen vielen gesunden Inhaltsstoffen zu heilen und nicht einfach nur durch seine betörend hübschen blauen Blüten besticht!Übrigens wird auch die Schwebfliege wie magisch von Veronica angezogen und hilft somit bei der Bestäubung und Arterhaltung.

Ich wünsche euch viel Vergnügen beim suchen und finden!   Liebe Grüße eure Bernadett

 

Ehrenpreis mit Schwebfliege bei der Bestäubung

 

Die Pestwurz (Petasites)

Die Pestwurz (Petasites)

Liebe Heilpflanzenfreunde,

heute möchte ich euch eine sehr imposante und alte Heilpflanze vorstellen,die Pestwurz.Fast schon ein Dino unter unseren einheimischen Heilpflanzen und wahrlich kaum zu übersehen!

Ihr könnt sie an Bachläufen,Sumpfgebieten oder auch Feuchtwiesen entdecken mit ihren großen Blättern die bis zu 1 Meter Durchmesser erreichen können.Ihr Blütenstand bildet wie in einer Traube von weißlich(albus)bis rosa-purpur-farbenen (hybridus) kleine Blütenpuschel. Die Pestwurz ähnelt von der Form ihrer Blätter her unserem Rhabarber,ist jedoch ein Korbblütengewächs und mit unserem Huflattich verwandt.Landläufig wird die Pestwurz deswegen auch manchmal wilder Rhabarber genannt.Die Blätter der Pestwurz haben jedoch auf ihrer Unterseite einen fast wolligen „Pelz“der leicht silbern schimmert und eine völlig andere Blüte.

Pestwurz mit Blütenstand

Schon im Mittelalter wurde man auf die Heilpflanze aufmerksam und setzte sie gegen die Pest ein,mit eher minderem Erfolg,trotzdem hat sich ihr Name weiter getragen.Heute wissen wir,das ihre Heilwirkung ein viel größeres Einsatzgebiet bei Migräne,Heuschnupfen,Asthma und Krämpfen der glatten Muskulatur für uns bereit hält.Leider gehören zu ihren guten Wirkstoffen wie: Petasin,Flavonoide,Schleim-u.Gerbstoffen auch die umstrittenen Pyrrolizidinalkaloide,die ja in den letzten Jahren immer wieder in Verruf geraten sind,da sie in großen Mengen Leberschädigend wirken.Man hat jetzt die Pestwurz so züchten können,als Medizinalpflanze,das Pyrrolizidinalkaloid weitgehend aus der Heilpflanze extrahiert werden konnte und wieder einige Fertigpräparate im Handel verfügbar sind.Ich stelle mir da jedoch immer wieder die Frage:Gibt es denn noch irgendwas was sich die Pharmaindustrie nicht unter den Nagel reißt? Ist das jetzt wieder Politik und eine willkommene Einnahmequelle?Warum sollen wir unmündig gehalten werden und mit Angst schüren vom natürlichen,einfachen und überall gratis erhältlichen Heilkraut abgehalten werden?Ich weiß,das klingt jetzt etwas böse,jedoch beschleicht mich ganz oft dieser Verdacht.Ich weise euch hiermit also der Form halber ausdrücklich und deutlich darauf hin ,das die Pestwurz Pyrrolizidinalkaloide enthält,die in großen Mengen eingenommen leberschädigend sein könnten.Ich würde sie also nicht in großen Mengen verzehren,dafür riecht sie mir auch entschieden zu unappetitlich(Wurzel).lach

Jedoch bin ich, als Tinktur verwendet, überzeugt von ihrer außerordentlichen Wirkung bei krampfartigen Schmerzen im Magen-Darmtrakt.Hierfür kann man einfach einen Teil Blätter und Wurzel zerkleinern,mit hochprozentigem Alkohol übergießen und in einem dunklen Glas verschlossen mindestens 4 Wochen ziehen lassen.Danach abseihen und kühl stellen.Diese Tinktur kann man dann ganz getrost äußerlich anwenden in Form einer Wärmekompresse zB. Einfach ca.20 Tropfen auf ein feuchtes Tuch geben,Wärmflasche drüber und auf die schmerzende Stelle legen( Oberbauch,Unterbauch,Lebergegend,Nierengegend u.v.m.) In dieser Anwendung ist die Pestwurz wirklich überzeugend und ihr seid auf der sicheren Seite!Die Inhaltsstoffe der Pestwurz wirken auf die elektrischen und biochemischen Prozesse der Schmerzleitung , bringen Linderung und sogar eine gewisse Entzündungshemmung!

Bei Migräne,Heuschnupfen und Asthma könnt ihr dann auf die bekannten Präparate aus der Apotheke zurück greifen!Dort wirkt die Pestwurz in erster Linie innerlich eingenommen direkt entzündungshemmend,abschwellend und Schmerz blockierend.Immer mehr kommt die Pestwurz auch in den Fokus für die allgemeine Entspannung,doch sind hier die Untersuchungen aktuell noch nicht abgeschlossen.Es bleibt also weiterhin spannend mit unserem „Urviech“der Pestwurz! Darum tut ihr gut daran diese Heilpflanze schon mal etwas näher zu betrachten und zu wissen,wie und wo sie in eurem Umfeld wächst und gedeiht!

Ich wünsche Euch viel Freude beim   suchen und   finden!   LG eure Bernadett

Ps.: Wenn euch mein Beitrag gefallen hat,folgt mir auf meinem Blog.Erzählt es gerne weiter euer neues Wissen!

Feuchtwiese mit Pestwurz
Mein 1.Blog-Geburtstag

Mein 1.Blog-Geburtstag

Hallo ihr lieben Heilpflanzenfreunde,
wer hätte das vor genau einem Jahr gedacht?
Ich erinnere mich noch genau an mein Herzklopfen und an mein inneres Kopfschütteln über meinen eigenen Mut und mein Vorhaben einen Blog über Heilpflanzen zu schreiben.Ohne jegliches technisches Pc Wissen,einfach so aus dem Bauch heraus den Menschen die einheimischen Heilpflanzen ans Herz zu legen und bekannt zu halten,das ist noch immer mein Anliegen,meine Passion.
Ich möchte Danke sagen für euer Interesse ( über 12.430 Views,70 aktive Follower) und an alle die meine Beiträge verfolgen und weiter teilen.Viel für mich wenn man nichts erwartet hat!
Danke für euer Vertrauen und das ihr mich dabei unterstützt altes Heilpflanzenwissen zu erhalten und für unsere Mitmenschen erlebbar zu machen.
Danke an die Menschen die mich gelehrt haben noch tiefer einzusteigen in das Wissen und die Liebe zu den Heilpflanzen.Danke an:Ursel Bühring,Wolf-Dieter Storl und Isolde Richter.
Danke an meinen Sohn Alexander Carapezza und seine Freundin Chantalle Erasmus,die für mich den zweiten Heilpflanzenblog erstellt und designd haben,und mir damit gezeigt haben,das sie an meine Arbeit glauben.
Danke ihr lieben Menschen,die meine Beiträge mit Fragen und Kommentaren würzen und mir ihr Feedback über selbst ausprobiertes weiter geben.
So und jetzt freue ich mich einfach mal erst riesig!
Dann geht es weiter mit vielen neuen Geschichten aus dem Reich der Heilpflanzen.
Eure Bernadett

http://bernadettheilpflanzen.blogspot.de/  damit hat es angefangen.

Der Bärlauch (Allium ursinum)

Der Bärlauch (Allium ursinum)

Hallo liebe Heilpflanzenfreunde,

Bärlauchblätter am Rand eines kleinen Bächleins

es ist wieder soweit,überall in den lichten Laubwäldern und an den kleinen Flüsschen duftet es herrlich nach Knoblauch,und somit könnt ihr ihn gut finden,unseren gesunden Bärlauch.

 

Er gehört zur Familie der Lauch,bzw Liliengewächse und alle seine Pflanzenteile sind essbar! Vorsicht solltet ihr trotzdem walten lassen,denn er wird gerne mal verwechselt mit dem giftigen Maiglöckchen,der giftigen Herbstzeitlose oder dem giftigen Aronstab.Sicherheitshalber wartet ab,bis seine ersten Blüten sich zeigen,denn dann ist er unverwechselbar!Ansonsten riecht einfach an seinen nach Knoblauch duftenden Blättern,die an seiner Unterseite nicht glänzend sind und vereinzelt auf dem Stiel wachsen!Immer nur ein Blatt aus einem Stiel!(im Gegensatz zum Maiglöckchen)

Einzelne Bärlauchblätter in Gemeinschaft mit Buschwindröschen,Veilchen,Walderdbeeren uvm.

Die ersten Blätter des Bärlauchs sprießen meist schon im März in lockerer Gesellschaft mit Buschwindröschen,Veilchen ,Gundermann und ähnlichen Frühjahrsblühern. Außer das der Bärlauch sehr aromatisch und lecker schmeckt,ist er sehr gesund und bietet uns mit seiner Fülle an Inhaltsstoffen eine tolle Möglichkeit einer Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken und unser Verdauungssystem in Schwung zu bringen!

Bärlauchblätter mit seiner weißen Blüte im Ansatz

Inhaltsstoffe:

Lauchöl

Flavonoide

Saponine

Biokatalysatoren

viel Vitamin C,Kalium ,Mangan u.v.m.

ätherische Öle

 

 

 

Unser Bärlauch eignet sich damit besonders gut um uns im Frühjahr mit vielen frischen Vitaminen zu versorgen und etwas für unser Gefäßsystem zu.Wie auch der verwandte Knoblauch wirkt er Blutdruck senkend! Blutreinigend und fördert damit die allgemeine Durchblutung und Stärkung unserer Blutgefäße.Er wirkt allgemein stärkend und aufbauend auf unser gesamtes Verdauungssystem (schließlich soll er schon früher den Bären nach ihrem langen Winterschlaf wieder auf die Beine geholfen haben!)Zudem gehört er zu den pflanzlichen Antibiotika,d.h er wirkt auch entzündungshemmend,zusammenziehend und antibakteriell. Eine sehr potente Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten.Hervorragend ist er auch bei leichten Magen- u. Darm Verstimmungen und zur Förderung eines guten Appetits.

Verwendet werden können alle seine Pflanzenteile wie Blätter,Blüten und Stängel sowie seine kleinen Zwiebelchen.

Der Bärlauch sollte stets frisch gegessen werden,da er beim trocknen seine wertvollen Inhaltsstoffe verliert.Gott sei Dank wächst er bei uns ja in großen Bärlauchteppichen und es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten ihn in unserem Speiseplan zu intigrieren! Sei es als Bärlauchpesto,als Aromatikum im Essig oder in der Butter.Bevor ich euch aber nun das 1000ste Rezept für Bärlauchpesto buchstäblich unter die Nase halte(mmmmhhh),habe ich mich mal in die Küche geschwungen und etwas für euch vorbereitet:

Bärlauch Ciabatta

Dafür macht ihr ganz einfach und unkompliziert einen Brotteig eurer Wahl und fügt diesem dann ca. 2 Hand voll klein geschnittene Bärlauchblätter unter. Ich habe für meine Brote auch noch etwas Brennesselsamen und etwas Engelwurzsamen vom letzten Jahr zugegeben. Wer möchte macht sein Brot mit Speck oder Ziegenkäse noch etwas deftiger,je nach Gusto! Gesund und ein Kraftgeber ist es allemal!!

 

Und weil es ja gerade auch so herrliches Wetter draußen ist,hier noch ein kleiner Gaumenschmaus für euer nächstes Picknick:

Bärlauch Muffins

 

 

 

c.a 300 gr. Dinkelmehl

150 gr Butter

150 ml Milch

4-6 kleine Eier

Backpulver 2 Tl

etwas Naturjoghurt

2 Handvoll Bärlauchblätter

wer möchte noch etwas Gorgonzola und Speck dazu.( Ps: meine Angaben sind meist pi mal Daumen)

 

eingelegte Bärlauch Blütenknospen

 

 

Ein paar Bärlauch Blütenknospen mit einem Essig-Wasser Gemisch und einer Zitronenscheibe einlegen und ca. 3 Wochen ziehen lassen(das schlimmste dabei Finger davon lassen,lach) himmlisch lecker! so lasse ich mir Antibiotika schmecken..

 

 

 

 

So meine Lieben,bevor ihr aber jetzt zum schlemmen kommt heißt es erstmal etwas Beinarbeit! Raus auf eure schlanken Füßchen und ab in die Natur!

Ich wünsche euch wie immer viel Freude

beim   suchen     und   finden…

Liebe Grüße eure Bernadett

Der Giersch (Aegopodium podagraria)

Der Giersch (Aegopodium podagraria)

Auf der Pirsch nach dem Giersch!

zarte Gierschblätter im Frühjahr

Ihr lieben Heilpflanzenfreunde,auf geht’s nur keine Frühjahrsmüdigkeit aufkommen lassen!Ich habe es euch diesmal auch ganz leicht gemacht.Der Giersch ist meist nicht zu übersehen,säumt er doch im zeitigen Frühjahr schon Waldränder, Hecken und natürlich auch die Gärten. Nur die Unwissenden ärgern sich über dieses gesellige Heilkraut,welches einmal an einem gemütlichen Plätzchen angekommen,dieses gerne ausufernd für sich in Anspruch nimmt.Dabei ist unser Giersch ein überaus schmackhaftes und gesundes Heilkraut,welches uns fast das ganze Jahr zur Verfügung steht.Ein Wildkraut welches uns von Frühjahr bis fast in den Winter mit wertvollen Vitaminen (A und C),vielen Mineralien,ätherischen Ölen,Harzen,Cumarin u.v.m versorgt.Je nach Wachstumsstand können wir im Frühjahr die zarten Blätter des Giersch und seine Stängel als köstliche Beigabe zu einem Wildkräutersalat verwenden. Sein Geschmack erinnert an eine Mischung aus Karotte,Sellerie und Petersilie.Himmlisch.Werden die Blätter des Giersch schon etwas derber und bilden sich schon langsam erste Blütenknospen(Doldenblüher) ,kann man den Giersch zu leckerer Suppe,Spinat oder als Gemüsebeilage kurz im Wok angebraten verköstigen.Anfang Juni wenn sich seine hübschen weißen Blütenstände bilden,kann man auch diese super frisch zu den Salaten geben,z.B die ersten Bowlen damit aromatisieren,oder als Würze trocknen und sie in Brotteigmischungen,Pfannkuchen u.v.m beigeben.Ein ganz toller,runder süßlich feiner Geschmack!Das gleiche gilt natürlich auch für die bereits ausgeblühten Samen des Giersch!Probiert es einfach im Laufe des Jahres einmal aus,wie sich die Konsistenz und der Geschmack des Giersch verändert!Es ist echt spannend und zudem auch noch lecker und so gesund! Garantiert nicht Gen-manipuliert,frisch auf den Tisch,ohne lange Transportwege und ohne Plastik!Gesünder und frischer geht wirklich nicht,dazu noch völlig gratis und in Mengen vorhanden,lach.Giersch,im Volksmund auch gerne Geißfuß,Dreiblatt oder Podagra-Kraut genannt,zeichnet sich aus durch seine besondere Heilwirkung bei allen Formen der Gicht,Rheumatischen Erkrankungen,Ischiasbeschwerden,zur Blutreinigung aber auch bei Bisswunden von Tieren,Insektenstichen,Fersensporn ,Darmbeschwerden und Nierenleiden.Dabei kann man das frische Kraut etwas stampfen und als Umschlag lokal auflegen um eine Schwellung zu mindern und Schmerzerleichterung zu erzielen.Man kann frische Gierschblätter direkt in die Schuhe legen bei entzündlichen Veränderungen bei Gicht oder Fersensporn.Möchte man systemisch eine ganzheitliche Heilwirkung erreichen,kann man den Giersch roh oder blanchiert zu sich nehmen.Zusammen mit Gierschwurzeln kann man die Blätter aufkochen lassen und dem Badewasser zu geben,um ein Anti-Rheumabad zu nehmen.Da der Giersch fast das ganze Jahr über frisch zur Verfügung steht,sollte man ihn auch am besten frisch verwenden!Abkochungen oder Teeaufguß sind genauso möglich,man kann ihn dafür auch sammeln und schonend trocknen lassen um einen kleinen Wintervorrat zu haben.

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