Die Pestwurz (Petasites)

Die Pestwurz (Petasites)

Liebe Heilpflanzenfreunde,

heute möchte ich euch eine sehr imposante und alte Heilpflanze vorstellen,die Pestwurz.Fast schon ein Dino unter unseren einheimischen Heilpflanzen und wahrlich kaum zu übersehen!

Ihr könnt sie an Bachläufen,Sumpfgebieten oder auch Feuchtwiesen entdecken mit ihren großen Blättern die bis zu 1 Meter Durchmesser erreichen können.Ihr Blütenstand bildet wie in einer Traube von weißlich(albus)bis rosa-purpur-farbenen (hybridus) kleine Blütenpuschel. Die Pestwurz ähnelt von der Form ihrer Blätter her unserem Rhabarber,ist jedoch ein Korbblütengewächs und mit unserem Huflattich verwandt.Landläufig wird die Pestwurz deswegen auch manchmal wilder Rhabarber genannt.Die Blätter der Pestwurz haben jedoch auf ihrer Unterseite einen fast wolligen „Pelz“der leicht silbern schimmert und eine völlig andere Blüte.

Pestwurz mit Blütenstand

Schon im Mittelalter wurde man auf die Heilpflanze aufmerksam und setzte sie gegen die Pest ein,mit eher minderem Erfolg,trotzdem hat sich ihr Name weiter getragen.Heute wissen wir,das ihre Heilwirkung ein viel größeres Einsatzgebiet bei Migräne,Heuschnupfen,Asthma und Krämpfen der glatten Muskulatur für uns bereit hält.Leider gehören zu ihren guten Wirkstoffen wie: Petasin,Flavonoide,Schleim-u.Gerbstoffen auch die umstrittenen Pyrrolizidinalkaloide,die ja in den letzten Jahren immer wieder in Verruf geraten sind,da sie in großen Mengen Leberschädigend wirken.Man hat jetzt die Pestwurz so züchten können,als Medizinalpflanze,das Pyrrolizidinalkaloid weitgehend aus der Heilpflanze extrahiert werden konnte und wieder einige Fertigpräparate im Handel verfügbar sind.Ich stelle mir da jedoch immer wieder die Frage:Gibt es denn noch irgendwas was sich die Pharmaindustrie nicht unter den Nagel reißt? Ist das jetzt wieder Politik und eine willkommene Einnahmequelle?Warum sollen wir unmündig gehalten werden und mit Angst schüren vom natürlichen,einfachen und überall gratis erhältlichen Heilkraut abgehalten werden?Ich weiß,das klingt jetzt etwas böse,jedoch beschleicht mich ganz oft dieser Verdacht.Ich weise euch hiermit also der Form halber ausdrücklich und deutlich darauf hin ,das die Pestwurz Pyrrolizidinalkaloide enthält,die in großen Mengen eingenommen leberschädigend sein könnten.Ich würde sie also nicht in großen Mengen verzehren,dafür riecht sie mir auch entschieden zu unappetitlich(Wurzel).lach

Jedoch bin ich, als Tinktur verwendet, überzeugt von ihrer außerordentlichen Wirkung bei krampfartigen Schmerzen im Magen-Darmtrakt.Hierfür kann man einfach einen Teil Blätter und Wurzel zerkleinern,mit hochprozentigem Alkohol übergießen und in einem dunklen Glas verschlossen mindestens 4 Wochen ziehen lassen.Danach abseihen und kühl stellen.Diese Tinktur kann man dann ganz getrost äußerlich anwenden in Form einer Wärmekompresse zB. Einfach ca.20 Tropfen auf ein feuchtes Tuch geben,Wärmflasche drüber und auf die schmerzende Stelle legen( Oberbauch,Unterbauch,Lebergegend,Nierengegend u.v.m.) In dieser Anwendung ist die Pestwurz wirklich überzeugend und ihr seid auf der sicheren Seite!Die Inhaltsstoffe der Pestwurz wirken auf die elektrischen und biochemischen Prozesse der Schmerzleitung , bringen Linderung und sogar eine gewisse Entzündungshemmung!

Bei Migräne,Heuschnupfen und Asthma könnt ihr dann auf die bekannten Präparate aus der Apotheke zurück greifen!Dort wirkt die Pestwurz in erster Linie innerlich eingenommen direkt entzündungshemmend,abschwellend und Schmerz blockierend.Immer mehr kommt die Pestwurz auch in den Fokus für die allgemeine Entspannung,doch sind hier die Untersuchungen aktuell noch nicht abgeschlossen.Es bleibt also weiterhin spannend mit unserem „Urviech“der Pestwurz! Darum tut ihr gut daran diese Heilpflanze schon mal etwas näher zu betrachten und zu wissen,wie und wo sie in eurem Umfeld wächst und gedeiht!

Ich wünsche Euch viel Freude beim   suchen und   finden!   LG eure Bernadett

Ps.: Wenn euch mein Beitrag gefallen hat,folgt mir auf meinem Blog.Erzählt es gerne weiter euer neues Wissen!

Feuchtwiese mit Pestwurz
Mein 1.Blog-Geburtstag

Mein 1.Blog-Geburtstag

Hallo ihr lieben Heilpflanzenfreunde,
wer hätte das vor genau einem Jahr gedacht?
Ich erinnere mich noch genau an mein Herzklopfen und an mein inneres Kopfschütteln über meinen eigenen Mut und mein Vorhaben einen Blog über Heilpflanzen zu schreiben.Ohne jegliches technisches Pc Wissen,einfach so aus dem Bauch heraus den Menschen die einheimischen Heilpflanzen ans Herz zu legen und bekannt zu halten,das ist noch immer mein Anliegen,meine Passion.
Ich möchte Danke sagen für euer Interesse ( über 12.430 Views,70 aktive Follower) und an alle die meine Beiträge verfolgen und weiter teilen.Viel für mich wenn man nichts erwartet hat!
Danke für euer Vertrauen und das ihr mich dabei unterstützt altes Heilpflanzenwissen zu erhalten und für unsere Mitmenschen erlebbar zu machen.
Danke an die Menschen die mich gelehrt haben noch tiefer einzusteigen in das Wissen und die Liebe zu den Heilpflanzen.Danke an:Ursel Bühring,Wolf-Dieter Storl und Isolde Richter.
Danke an meinen Sohn Alexander Carapezza und seine Freundin Chantalle Erasmus,die für mich den zweiten Heilpflanzenblog erstellt und designd haben,und mir damit gezeigt haben,das sie an meine Arbeit glauben.
Danke ihr lieben Menschen,die meine Beiträge mit Fragen und Kommentaren würzen und mir ihr Feedback über selbst ausprobiertes weiter geben.
So und jetzt freue ich mich einfach mal erst riesig!
Dann geht es weiter mit vielen neuen Geschichten aus dem Reich der Heilpflanzen.
Eure Bernadett

http://bernadettheilpflanzen.blogspot.de/  damit hat es angefangen.

Der Bärlauch (Allium ursinum)

Der Bärlauch (Allium ursinum)

Hallo liebe Heilpflanzenfreunde,

Bärlauchblätter am Rand eines kleinen Bächleins

es ist wieder soweit,überall in den lichten Laubwäldern und an den kleinen Flüsschen duftet es herrlich nach Knoblauch,und somit könnt ihr ihn gut finden,unseren gesunden Bärlauch.

 

Er gehört zur Familie der Lauch,bzw Liliengewächse und alle seine Pflanzenteile sind essbar! Vorsicht solltet ihr trotzdem walten lassen,denn er wird gerne mal verwechselt mit dem giftigen Maiglöckchen,der giftigen Herbstzeitlose oder dem giftigen Aronstab.Sicherheitshalber wartet ab,bis seine ersten Blüten sich zeigen,denn dann ist er unverwechselbar!Ansonsten riecht einfach an seinen nach Knoblauch duftenden Blättern,die an seiner Unterseite nicht glänzend sind und vereinzelt auf dem Stiel wachsen!Immer nur ein Blatt aus einem Stiel!(im Gegensatz zum Maiglöckchen)

Einzelne Bärlauchblätter in Gemeinschaft mit Buschwindröschen,Veilchen,Walderdbeeren uvm.

Die ersten Blätter des Bärlauchs sprießen meist schon im März in lockerer Gesellschaft mit Buschwindröschen,Veilchen ,Gundermann und ähnlichen Frühjahrsblühern. Außer das der Bärlauch sehr aromatisch und lecker schmeckt,ist er sehr gesund und bietet uns mit seiner Fülle an Inhaltsstoffen eine tolle Möglichkeit einer Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken und unser Verdauungssystem in Schwung zu bringen!

Bärlauchblätter mit seiner weißen Blüte im Ansatz

Inhaltsstoffe:

Lauchöl

Flavonoide

Saponine

Biokatalysatoren

viel Vitamin C,Kalium ,Mangan u.v.m.

ätherische Öle

 

 

 

Unser Bärlauch eignet sich damit besonders gut um uns im Frühjahr mit vielen frischen Vitaminen zu versorgen und etwas für unser Gefäßsystem zu.Wie auch der verwandte Knoblauch wirkt er Blutdruck senkend! Blutreinigend und fördert damit die allgemeine Durchblutung und Stärkung unserer Blutgefäße.Er wirkt allgemein stärkend und aufbauend auf unser gesamtes Verdauungssystem (schließlich soll er schon früher den Bären nach ihrem langen Winterschlaf wieder auf die Beine geholfen haben!)Zudem gehört er zu den pflanzlichen Antibiotika,d.h er wirkt auch entzündungshemmend,zusammenziehend und antibakteriell. Eine sehr potente Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten.Hervorragend ist er auch bei leichten Magen- u. Darm Verstimmungen und zur Förderung eines guten Appetits.

Verwendet werden können alle seine Pflanzenteile wie Blätter,Blüten und Stängel sowie seine kleinen Zwiebelchen.

Der Bärlauch sollte stets frisch gegessen werden,da er beim trocknen seine wertvollen Inhaltsstoffe verliert.Gott sei Dank wächst er bei uns ja in großen Bärlauchteppichen und es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten ihn in unserem Speiseplan zu intigrieren! Sei es als Bärlauchpesto,als Aromatikum im Essig oder in der Butter.Bevor ich euch aber nun das 1000ste Rezept für Bärlauchpesto buchstäblich unter die Nase halte(mmmmhhh),habe ich mich mal in die Küche geschwungen und etwas für euch vorbereitet:

Bärlauch Ciabatta

Dafür macht ihr ganz einfach und unkompliziert einen Brotteig eurer Wahl und fügt diesem dann ca. 2 Hand voll klein geschnittene Bärlauchblätter unter. Ich habe für meine Brote auch noch etwas Brennesselsamen und etwas Engelwurzsamen vom letzten Jahr zugegeben. Wer möchte macht sein Brot mit Speck oder Ziegenkäse noch etwas deftiger,je nach Gusto! Gesund und ein Kraftgeber ist es allemal!!

 

Und weil es ja gerade auch so herrliches Wetter draußen ist,hier noch ein kleiner Gaumenschmaus für euer nächstes Picknick:

Bärlauch Muffins

 

 

 

c.a 300 gr. Dinkelmehl

150 gr Butter

150 ml Milch

4-6 kleine Eier

Backpulver 2 Tl

etwas Naturjoghurt

2 Handvoll Bärlauchblätter

wer möchte noch etwas Gorgonzola und Speck dazu.( Ps: meine Angaben sind meist pi mal Daumen)

 

eingelegte Bärlauch Blütenknospen

 

 

Ein paar Bärlauch Blütenknospen mit einem Essig-Wasser Gemisch und einer Zitronenscheibe einlegen und ca. 3 Wochen ziehen lassen(das schlimmste dabei Finger davon lassen,lach) himmlisch lecker! so lasse ich mir Antibiotika schmecken..

 

 

 

 

So meine Lieben,bevor ihr aber jetzt zum schlemmen kommt heißt es erstmal etwas Beinarbeit! Raus auf eure schlanken Füßchen und ab in die Natur!

Ich wünsche euch wie immer viel Freude

beim   suchen     und   finden…

Liebe Grüße eure Bernadett

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